Die Teile einer Verbindung, farbig getrennt

Jede Fläche ist in der Farbe des Bauteils gemalt, aus dem sie stammt. Die Zeichnung ist sonst unverändert – gleiche Reihenfolge, gleicher Beschnitt, gleiche Geometrie. Wo eine Farbe eine andere überdeckt, die eigentlich vorn liegen müsste, ist der Fehler zu sehen.

Eine Verbindung besteht aus drei Teilen in der Szene – Kugel A, Rohr, Kugel B – aber aus sieben Bauteilen in der Zeichnung: Kugelkörper A, Öffnung A, Muffe A, Rohr, Muffe B, Öffnung B, Kugelkörper B. Die beiden Muffen gehören zu ihren Kugeln und werden mit ihnen gemalt, nicht mit dem Rohr.

Die Öffnung ist ein Bauteil für sich, und zwar dasjenige, an dem die meisten Fehler sitzen: der Kragen ist der Ring, mit dem die Muffe in der Kugelfläche steckt, dazu gehört ein Stanzpfad, der wegnimmt, was hinter dem Horizont liegt. Kugel, Öffnung und Muffe werden getrennt gerechnet und müssen trotzdem als eine Naht lesen – deshalb bekommt die Öffnung hier eine Signalfarbe statt eines dunkleren Kugeltons.

Zwölf gewürfelte Verbindungen – dieselbe Einfärbung

Gleiche Saat-Reihe wie oben, nur mit fortlaufender Nummer. Klick vergrößert. Hier sucht man die Ausreißer: eine Muffe, deren Kragen vor dem Rohr liegt, obwohl das Rohr näher steht; ein Rohr, das den Kragen der abgewandten Muffe zudeckt; ein Kragenring, der auf der falschen Seite der Silhouette auftaucht.

Wie die Verbindung entsteht

1 · Das Maß: der Spalt

Zwei Kugeln stehen im Raum. Der Spalt ist der freie Weg zwischen ihren Oberflächen: Abstand der Zentren minus beide Radien.

Dieser Spalt wird aufgeteilt: eine Muffe an jedem Ende, das Rohr dazwischen. Wer mehr nimmt, steckt in der Nachbarkugel – deshalb ist der Spalt das Maß, an dem sich alles Weitere deckelt.

2 · Die Muffe sitzt in einer Vertiefung

Die Muffe ist ein kurzes, dickes Rohr (baueMuffe) auf der Normalen, die zur Nachbarkugel zeigt. Sie steht nicht auf der Kugel, sondern steckt in ihr: die Einsenkung (0,35-mal Strebenradius) liegt unter der Oberfläche, der Rest ragt heraus.

Der Kragen ist der Ring, der diese Vertiefung säumt – er wird VOR dem Rohrkörper der Muffe gemalt, weil er an der Oberfläche liegt und das Bauteil in ihm sitzt. Kreuzt sein Fußkreis die Silhouette, bekommt er zusätzlich einen Stanzpfad, der das wegnimmt, was hinter dem Horizont liegt. Genau dieser Pfad ist die dritte bewegliche Größe pro Muffe.

Der Überstand ist gewürfelt (1,3–2,2-mal Strebenradius), auf 26 % des Spalts gedeckelt und wird in bis zu vier Versuchen gekürzt, wenn er in einen fremden Körper stößt.

3 · Wo das Rohr beginnt

muffenReichweite misst, wie weit die fertige Muffe vom Kugelzentrum reicht. Das Rohr beginnt EXAKT an der Muffenöffnung: Rohranfang = Reichweite. Kein Teil reicht in den Raum eines fremden Teils hinein.

Der Grund ist die Tiefensortierung: sie kennt pro Teil nur eine Zahl, zwei ineinandergesteckte Teile kann sie nicht darstellen. Ein Rohr, das mit einem Zapfen in der Muffe steckte, malte diesen Zapfen über die Muffe, sobald es vor deren Kugel sortierte – das Rohr lag dann sichtbar AUF der Muffe statt darin.

4 · Das Rohr allein

Das Verbindungsrohr ist symmetrisch, weil es an beiden Enden an einer Muffenöffnung endet. Die Zapfen sind die dünneren Halsstücke direkt vor den Öffnungen: schmaler als das Öffnungsloch, deshalb bleibt der Muffenrand um sie herum frei, egal in welcher Reihenfolge gemalt wird.

Dazwischen liegt die gewürfelte Gliederung (verbindungsProfil): gewünscht wird eine Staffel (voll, mittel, halb, knapp), und passt sie nicht auf die Länge, rutscht sie eine Stufe herunter, statt gestaucht zu werden.

5 · Die Tiefenordnung

Die drei Teile werden von hinten nach vorn gemalt, sortiert nach EINER Zahl pro Teil: bei der Kugel die Bildtiefe ihres Zentrums, beim Rohr die Bildtiefe seiner Profilmitte. Innerhalb einer Kugel sortiert kugelFormen ihre Anbauten selbst – abgewandte Stutzen ganz nach hinten, zugewandte ganz nach vorn.

Für ein Rohr, das an einer Kugel ansetzt, ist die eine Zahl richtig: seine Mitte liegt immer auf derselben Seite wie sein Ansatzpunkt. Läuft es im Bild an einem dritten Teil vorbei, an dem es nicht ansetzt, liegt es ganz davor oder ganz dahinter – nie teils-teils. Das ist die Stelle, an der ein Gebilde mit vielen Streben Fehler zeigt, die man an einer einzelnen Verbindung nie sieht.